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Liebe, Leben und ganz viel Chaos

Tag: Rezension

Blogg dein Buch – Marcus Gladiator von Simon Scarrow

Die tollen Leute bei  machten mich schon wieder glücklich. Nur kurz nach dem Fünfsternebuch durfte ich schon weiterlesen. Dieses Mal war es ein Buch des geschätzten   Verlages. (Pst, da gibt es übrigens auch ganz tolle Bücher für die Kleinsten!)

“Alles, was euch jetzt noch bleibt, ist, zu kämpfen und zu überleben.

Der junge Marcus wird nach einem brutalen Überfall auf seine Familie versklavt und in eine Gladiatorenschule verschleppt, wo er zum Elitekämpfer ausgebildet werden soll. Aber Marcus kann seine Vergangenheit nicht vergessen: den Mord an seinem Vater und die Entführung seiner Mutter. Er weiß, dass es nur eine Möglichkeit gibt, um Rache zu nehmen: Er muss den mächtigen General Pompeius finden und ihn um Hilfe bitten – den Mann, der tief in der Schuld seines Vaters steht.

Doch Marcus’ Herkunft ist von einem dunklen Geheimnis überschattet – ein Geheimnis, das so gefährlich ist, dass seine Aufdeckung den sicheren Tod bedeuten würde…” [Rückseite]

Ich finde das Cover wirklich sehr schön und erst bei genauerem Hinsehen fallen viele kleine Details auf. Das finde ich großartig! Dennoch ist mir Marcus dort ein bisschen zu alt und die Statur des Körpers, die Art, wie er dasteht zu hm, comic/mangahaft. Und trotzdem – ein Hingucker!

Anfänglich tat ich mir ein bisschen schwer, mich in die Handlung einzufinden, doch Simon Scarrow hat es geschafft, mich langsam, aber zunehmend zu fesseln. Er erzählt eine Geschichte, die in der Antike spielt und immer wieder durch Fakten und Persönlichkeiten den historischen roten Faden nicht verliert. Der 10 jährige Marcus erfährt, wie es ist, alles zu verlieren und in eine brutale, menschenunwürdige Welt gestoßen zu werden. Er muss mit ansehen, wie sein Vater ermordert wird, wird versklavt und von seiner Mutter getrennt und findet sich in einer Gladiatorenschule wieder. Und dann ist da noch Spartakus. Der Anführer des Sklavenaufstandes. Spartakus, der, wie man am Ende des ersten Bandes erfährt, Marcus‘ Vergangenheit und Zukunft sein wird.

Eine Geschichte, in der es um die Familienbande geht, um Mut und Freundschaft, Kampfgeist und die Erkenntnis, dass es wichtigere Dinge gibt, höhere Ziele, für die sich das Kämpfen lohnt. Was mir persönlich gefällt, ist die Kritik „am System“, die Kritik an der Gesellschaft. Das Buch sollte deshalb meiner Meinung nach unbedingt auch von den Eltern gelesen werden, um später mit dem Kind/den Kindern darüber reden, reflektieren zu können.

Die Altersempfehlung liegt bei 10 Jahren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob die teilweise sehr brutalen, blutreichen (schon im Prolog beginnend) aber schlichtweg „realistischen“ Kampfhandlungen nicht doch etwas zu viel für ein 10 jähriges Kind sind.

Fazit: Mit diesem Buch könnte man Schülern der Unterstufe das Fach Geschichte das Interesse an der Geschichte allgemein und natürlich insbesondere die Antike ein wenig schmackhafter machen! Und ich möchte selbstverständlich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Wenn ihr das Buch selbst lesen möchtet, dann könnt ihr das über einen >klick< dort bestellen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Blogg dein Buch – Daughter of Smoke and Bone von Laini Taylor

Endlich, endlich ist es wieder soweit, ich darf ein neues Buch vorweg lesen und rezensieren. Danke, ihr von Blogg dein Buch für diese tollen Möglichkeiten!

Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?

Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen?

Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf all deine Fragen ist?

Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert…

Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. 

Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem Spiel steht.[Rückseite]

Tja, was soll ich sagen. “Daughter of Smoke and Bone 1 – Zwischen den Welten” hat mich regelrecht hypnotisiert. Ich habe angefangen zu lesen, war sofort begeistert und habe das Buch trotz Kind, Studium und Arbeit zwei Tage später mit einem riesigen, wehmütigen Seufzer zugeklappt und weggelegt. Das deutsche Cover finde ich übrigens wunderschön und sehr passend.

Die Geschichte um Karou, der Kunststudentin mit den blauen Haaren, hatte mich schon nach den ersten paar Seiten. Laini Taylor verzichtet auf großartige Einführungen und lässt den Leser mehr oder weniger mitten in die Handlung fallen. Am Anfang kann man noch gar nicht alle Zusammenhänge, Sätze und Anspielungen verstehen, schaut sich nach allen Seiten um, um möglichst viel des Gesamtbildes aufzusaugen. Gerade das finde ich persönlich äußerst attraktiv, ich fühlte mich in dieser Welt sofort wohl. Man entdeckt nach und nach Puzzleteil für Puzzleteil und kann nur erahnen, welch große Kreise dieses Werk, diese Welt noch ziehen wird. Eine Welt, wie unsere, grausam und brutal und doch voller Magie, Mystik und Fantasie. Und mal ganz nebenbei, die Art, wie Laini Taylor Prag beschreibt, da geht mir das Herz auf! Immer wieder passierte es, dass ich Textpassagen zweimal, dreimal lesen musste um den Inhalt zu verinnerlichen.

“Oh, das ist keine Magie. Die Wünsche werden nicht wirklich wahr.” “Warum macht man es dann?” Madrigal zuckte die Achseln. “Hoffnung? Hoffnung kann große Kraft haben. Vielleicht steckt in ihm keine echte Magie, aber wenn man weiß, was man am meisten hofft, und diese Hoffnung wie ein Licht in sich scheinen lässt, dann können Wünsche wahr werden. Fast wie durch Magie.” [S. 447/448]

Ehrlich gesagt möchte ich hier gar nicht viel Inhalt preisgeben, etwas vorweg zu nehmen steht mir – so habe ich das Gefühl – nicht zu. Nur soviel sei gesagt, jeder, der die “Rubinrot” Reihe, “Die Tribute von Panem” und ähnliche Welten liebt und verschlungen hat, der wird Karou, die beste Freundin Zuzana, ihre Chimärenfamilie und auch die “abartig” schönen Seraphim lieben und die Fortsetzung genauso sehnsüchtig erwarten, wie ich. Ach ja, beim lesen der Rezensionen auf amazon musste ich ein wenig den Kopf schütteln, denn “negativ” war für beide der letzte Teil des Buches. Dort wird es einen Rückblick geben, der sich über viele Seiten erstreckt. Es wurde “bemängelt”, dass dieser zu lange dauern würde. Und ich dachte mir lediglich, dass es notwendig ist, um alles zu verstehen und dass es doch mehrere Bände gibt, dass nach einen Buch nicht Schluss ist. Es war mir irgendwie ein Bedürfnis, diesen “Kritikpunkt” – der ja streng genommen keiner ist, das betonen beide :) – für mich zu entkräften.

Um mich nachvollziehen zu können, muss man es natürlich erst einmal selbst gelesen haben. Kaufen kann man “Daughter of Smoke and Bone” übrigens hier >klick< . Mein Dank geht an den Fischerverlage, genauer gesagt Fischer FJB. Ich freue mich immer noch riesig, dass ich ausgewählt wurde, dieses Buch zu lesen.

Und da ich doch noch einen klitzekleinen Einblick in den Inhalt geben möchte, gibt es hier jetzt noch den Klappentext, viel Spaß beim Vorbestellen ;)

“Auf der ganzen Welt erscheinen mysteriöse schwarze Handabdrücke an den Türen. Geflügelte Fremde, die durch einen Spalt im Himmel geschlüpft sind, brennen sie in Holz und Metall.

In einer düsteren, unterirdischen Werkstatt hortet der Wunschhändler menschliche Zähne.

In den engen Gassen von Prag füllt eine junge Kunststudentin mit blauen Haaren ihr Skizzenbuch mit den Monstern.

In der pulsierenden Altstadt von Marrakesch trifft sie einene Fremden mit feuerfarbenen Augen – und eine Liebe beginnt, deren Wurzeln tief in eine gewalttätige Vergangenheit reichen.”

Edit: Achja, total vergessen, fix editiert und eigentlich eindeutig klar, ich vergebe 5 von 5 Sternen!

Blog dein Buch – Rezension zu “Die Schwestern von Sunneck”

Zu meiner Freude wurde mir gleich im ersten Anlauf durch Blog dein Buch das Buch meiner Wahl zugeschickt. Ich fing fast sofort an zu lesen und nach zwei Tagen legte ich es zufrieden wieder weg.

“Die Schwestern von Sunneck” ist im Dryas-Verlag erschienen und kostet 13,50 € (wahlweise auch als E-Book erhältlich). Der “Roman erscheint im Rahmen der Edition Quo Vadis des Dryas Verlags. Die Edition Quo Vadis bietet Autorinnen und Autoren des Autorenkreises „Historischer Roman“ eine Plattform für die Veröffentlichung ausgewählter Romanprojekte.”

Wiesbaden / Mainz 1242
Die Schwestern Jonata und Roberta leben auf Burg Sunneck, einem kleinen Anwesen in der Nähe von Wiesbaden. Ihr Vater hält sich aus allen Streitigkeiten und politischen Machenschaften zwischen Anhängern des Kaisers und des Papstes heraus. So wird die kleine Burg im Rambachtal von der großen Politik übersehen und ihre Bewohner führen ein friedliches Leben – bis ein Heer marodierender Ritter die Burg überfällt.

Der Burgherr wird getötet, die Frauen gefangen genommen. Ihre einzige Hoffnung ist Lorentz, Herold des Mainzer Erzbischofs und Jonatas Verlobter. Mit ihm werden die Schwestern in einen Strudel aus politischen Intrigen gezogen und müssen kämpfen – um ihr Leben, ihre Freiheit und die Liebe.

Der Klappentext verrät schon einiges und auch ein Happy End scheint klar. Wer gerne historische Romane mit klassischer Liebesgeschichte – die man bei solchen Romanen eben auch erhofft –  liest, dem könnte “Die Schwestern von Sunneck” auch gefallen. Die Geschichte wird aus Jonatas Persektive erzählt. Sie ist die ältere der beiden Schwestern und besitzt den starken, charismatischen Charakter, den man von einer Heldin erwartet. Obwohl sie in diese mittelalterliche Welt hinein geboren wurde, in der Frauen unterdrückt und oftmals verachtend behandelt worden sind, weiß sie doch, sich mit ihrem Schicksal zu arrangieren. So übt sie sich beispielsweise trotz väterlichem Verbot im Bogen schießen und versucht stets, den politischen Gesprächen der Männer zu lauschen, auch wenn Frauen in der Politik natürlich nichts zu suchen hatten. Auch die Liebe spielt in ihrem Leben eine große Rolle, sie ist schon lange mit ihrem Kindheitsfreund Lorentz verlobt, der ihre Gefühle erwidert und lediglich auf den Ritterschlag wartet, um Jonata heiraten zu können. Es kommt natürlich, wie es kommen muss, Jonatas Leben wird komplett aus den Angeln gehoben. Jonata findet sich als tragisches Opfer inmitten politischer Machtspielchen wieder und muss – ganz die Heldin, die sie ist – für ihre Familie, ihr Glück und ihr Leben kämpfen. Und natürlich um die Liebe.

Ich lese gerne Groschenromane, in denen es um die große Liebe geht. In denen die Protagonistin erst in eine Tragödie fällt, bevor sie am Ende das ganz große Los zieht. Oft überspringe ich dann etliche Passagen, um das happy, happy, happy End zu lesen, denn im Grunde genommen läuft es in diesen Geschichten ja immer genau gleich ab. Ganz kitschig, ich brauche das ab und zu. So dachte ich auch bis etwa zur Hälfte auch bei diesem Buch. Doch dann entwickelte es eine ganz neue Richtung, die mich gerne und neugierig weiterlesen lies. Das Ende ist überraschend anders und doch irgendwie so, wie man es sich vorstellt. Aber eben anders und das macht es meiner Meinung nach aus.

Was mir auch gefallen hat, sind die Begriffserklärungen im Anhang und die “historische” Einweisung durch die Autorin zu Beginn. Ein Fünkchen Geschichte steckt dahinter und der reicht aus, um es spannend zu machen. Schade fand ich allerdings, dass es nach meinem persönlichen Empfinden doch so kurz war. Für mich viel zu schnell zu Ende, man hätte denke ich, mehr daraus machen können.

Wenn man weiß, auf was man sich einlässt (historischer “Groschen”roman) und eben nur das erwartet, was diesem Genre gerecht wird (und ich meine das in keinem Fall negativ), dann wird man positiv überrascht sein. Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Cover

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