WS 2011/12
Tja. Wenn alles klappt, dann packe ich das Wintersemester komplett mit den noch fehlenden Seminaren und Vorlesungen voll. Zwei Hauptseminare, zwei Vorlesungen. Is ja eigentlich nicht weltbewegend. Bin ich froh, dass die HS “nur” in NDL und Neueste Geschichte sind. Ich denke, dass ich die recht locker abschließen werde können. Anders wäre es da mit Alter Geschichte und Mediävistik gewesen, lateinische Quellen und mittelhochdeutsche Übersetzungen. Die sind Gott sei Dank schon längst unter Dach und Fach, denn den Zeitaufwand hätte ich mir nicht leisten können.
HS NDL: Alterstexte
[Das Seminar untersucht das breite Spektrum literarischer Verhandlungen des Alters vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Nahezu alle Altersentwürfe bewegen sich im Spannungsfeld von Weisheit und Demenz, Wildheit und Resignation, Lust und Unlust, Emotion und Apathie, Inklusion und Exklusion. Ausgehend von Jakob Grimms Rede Über das Alter von 1860 konzentrieren sich die exemplarischen Textanalysen des Seminars auf die wechselnden Konstruktionen, Codierungen und erzählerischen Inszenierungen des Alters.] ← hrhrhr
HS Neueste Geschichte: Nationalsozialistische Besatzungpolitik in Ost- und Westeuropa
[Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges dehnte sich der Herrschaftsbereich der nationalsozialistischen Machthaber durch die militärischen Eroberungen in Ost- und Westeuropa immens aus. Das Hauptseminar fragt nach den Motiven und Ideologien, die den Eroberungskrieg begleiteten, analysiert die Formen und Strukturen der NS-Besatzungspolitik sowie deren Folgen für die betroffenen Bevölkerungen in Ost- und Westeuropa. Unter anderem werden die wirtschaftliche Ausbeutung der besetzten Gebiete, die Zwangsarbeitssysteme sowie die Ermordung der europäischen Juden eine Rolle spielen, aber auch die Ausprägungen von Kollaboration mit den und der Widerstand gegen die deutschen Besatzer.] ← Hm. Um den Nationalsozialismus bin ich ja immer erfolgreich rumgeschifft im Studium. Man weiß einfach durch natürliches Interesse und (meist zu dürftiger und einseitiger :P) medialer Aufarbeitung/Aufklärung/Blablabla genug oder mehr, als über öhm Octavian oder irgendeinen Papst Soundso den Hundertdreiundneunzigtausendsten.
V Philo I: Philosophie des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart
[Die Vorlesung widmet sich wesentlichen Strömungen, Autoren und Themen der Philosophie des 20. Jahrhunderts; u.a. Phänomenologie, Semiotik, Hermeneutik, philosophische Anthropologie, Dekonstruktion, Kritische Theorie werden eingehend zur Sprache kommen. Relevante Autoren, die differenziert behandelt werden, sind: u.a.: Nietzsche, Frege, Wittgenstein, Husserl, Heidegger, Derrida, Foucault, Lévinas und die Klassiker heutiger analytischer Philosophie. Dabei geht es neben der Darstellung um eine Kritik, die zugleich die Stärken jeweiliger Ansätze freilegt. Es soll sich zeigen, dass es besser ist von mehreren Schulen und Lehrern zu lernen als mit dogmatischen Scheuklappen Probleme abzuschneiden, dass man aber auch wissen muss, was man von wem lernen kann und dass der Begriff der Philosophie keinesfalls ein für alle Mal feststeht. Was in der Gegenwart Philosophie ist und was sie sein kann, sollte man am Ende der Vorlesung besser übersehen können.- Vielfach war vom ‚Ende der Philosophie’ die Rede. Wie ist es damit heute? Hat sie eine Zukunft und wenn ja welche, inner- und (oder) außerakademisch? Die Vorlesung wird diesen Fragen nicht ausweichen und sie wird der Maxime Ingeborg Bachmanns folgen, dass man „aus mehreren Gründen“ denken sollte.] ← mmmmh könnte echt interessant werden :)
V Philo II: Alltägliche Erfahrung und wissenschaftliche Erklärung. Einführung in die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie
[Die High-Tech Wissenschaften unserer Tage, die bestrebt sind, Erkenntnis durch Computersimulationen zu ersetzen, sich mit Gen-Entschlüsselungsmaschinen und Elektronenbeschleuniger ihre eigene Wirklichkeitsregionen zu erschließen, vergessen oft und nur zu gern, dass sie nur existieren, weil es Menschen gelingt, miteinander die Welt praktisch und bereits gelingend zu erfahren und zu gestalten. Diese Vorlesung beschäftigt sich mit Fragen nach den praktischen Bedingungen von Erkenntnis (wie ist die Alltagserfahrung und mit den Wissenschaften verbunden?) und verknüpft dies mit der Geschichte der Wissenschaften (unter welchen Bedingungen entstand moderne Naturwissenschaft als Teil unserer westlichen Kultur?). Die Funktion wissenschaftlicher Erklärungen ebenso wie die Begründung von Ansprüchen auf Objektivität und Intersubjektivität von Erklärungen bilden einen zweiten Schwerpunkt: Können wir nur von unbezweifelbaren Fundamenten und Prinzipien aus etwas wissenschaftlich erklären? Was sind die wissenschaftsinternen, pragmatischen Bedingungen akzeptabler theoretischer Erklärung? Welche Rolle spielt die soziale Verteilung von Wissen? Im Lichte dieses Fragen werden in lockerer Folge historische und gegenwärtige Positionen der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie vorgestellt.] ← SCHNAAARCH!
Ja, so sieht das also aus im Wintersemester. Bin mal gespannt, wie das so wird und ich hoffe, dass ich alles relativ geschmeidig über die Bühne bringe. Ich will endlich den Abschluss. Heidernei!


