annyclaws schreibt

Liebe, Leben und ganz viel Chaos

Lieblingswörter #1

Mein Herzensjunge fängt das sprechen an. Schon seit geraumer Zeit brabbelt er sehr, sehr viel. Unverständlich zwar, in seiner eigenen wundersüßen Sprache, aber dennoch “Mehr-Wort-Sätze”. Ich finde das wirklich wahnsinnig faszinierend und spannend. Vor ein paar Wochen, als wir mit dem Kater zum Tierarzt gefahren sind, saßen der Sohnemann hinten und ich mit dem Kater auf dem Schoß vorne im Auto und warteten auf den Papa. Der Kater war ziemlich fertig mit den Nerven und ich wiegte ihn hin und her und sprach immer wieder beruhigende Worte. Auf einmal kommt von hinten ein lautes “Tris-ta…” Ich verharrte in der Bewegung, Augen und Mund weit aufgerissen. Ich war so erschrocken, hatte damit überhaupt nicht gerechnet! Bisher habe ich zwar kein weiteres “Trista” gehört, aber hey, Tristan kann er also schon sagen.  (Gänsehaut!) Vorgestern dann, ich sitze auf dem Sofa und Lukas lutscht grad innig an einem Zwieback herum, als er mir, wie schon so oft, anbietet, abzubeißen. Ich beiße also ein Minifizzelstückchen ab, kaue laut (und sehr kuhhaft) und sage “Danke” – und er guckt mich an, guckt weg und sagt “bittä”. Wieder so ein kleiner Schockmoment! Mein Hirn kapiert es einfach noch nicht, dass es jetzt immer häufiger zu solchen Momenten kommen wird, das mein Sohnemann immer mehr anfangen wird zu reden… hach.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Wörter/Lukaswörter – die Lieblinge:

* Mama

* Baba

* nAnn (nein)

* nenene

* AAAja

* ahaaa!

* hes (Keks)

* hadsä (Katze)

* Baum (Babyzeichen)

* Uhr/das Ticken der Uhr (Babyzeichen)

* alles weg/alle, alle (Babyzeichen)

* mee (miau)

* kiki (quiekquiek = Meerschweinchen)

* hihihihihi (wiehern = Pferd)

* e-e-e, dadada und ah-ah (seine Lieblingssilben beim Singen)

* eeeeh?????? (Was? Wieso? Wo?)

* brrrrrr (Auto)

* mehr (Babyzeichen)

* trinken (Babyzeichen

* und natürlich “da!” (steht für alles, was er grad haben möchte, interessant findet oder sich in seinem Blickfeld befindet)

Bilanz eines Vormittags

Ich stehe gerade in der Küche, da macht es ganz laut “RUMMMS” und dann heftiges Geschreiweine. Mir versetzt es einen Stich ins Herz und ich stehe eine Sekunde lang still, bevor ich ins Wohnzimmer sprinte. Dort hängt der Sohn schon an Papas schulter und weint ganz bitterlich. Ich frage leicht (ziemlich) energisch “Was is passiert?!” – da dreht sich Luke auch schon um und ich sehe nur das ganze Blut, das um seinen Mund geschmiert ist, das aus dem Mund läuft und auf sein Shirt tropft.

Während der Papa mir erzählt, dass Lukas hingefallen ist, laufen wir ins Bad und kühlen kurze Zeit später den armen Spatz. Der hat sich mittlerweile in meine Arme gekuschelt und saugt zufrieden am nassen Waschlappen. Wir sind ziemlich froh, dass es fast sofort aufhörte, zu bluten. Gerade liegt das kleine Reisbällchen jedoch in seinem Bett und schläft, zwischendurch höre ich Gewimmer. War halt doch nicht nur einfach mal so hinfallen… *sfz*

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